Im Prinzip ist das Leben eine brutale Sache. Du kommst auf die Welt. Du lebst. Und dann kommt der Mann mit dem dunklen Umhang und holt dich. Autsch! War das jetzt zu verkürzt dargestellt? Aber du stimmst mir wahrscheinlich zu, dass das Leben manchmal brutal ist. Deswegen ist eines wichtig: Dich immer wieder an deine eigene Lebendigkeit zu erinnern. Den Augenblick zu genießen. Heute wirklich zu leben. Das wertzuschätzen, was du hast. Heute eine gute Zeit zu haben. Mal etwas Außergewöhnliches tun. Mal ein Risiko eingehen. Carpe Diem. Ab und zu unterbrochen davon, mich ein Tüpfchen um meine Zukunft zu kümmern. Damit ich auch morgen alles habe, um zurechtzukommen und ein gutes Leben zu haben. Und dann vielleicht noch mal hier mal da ein kurzer Rückblick in die Vergangenheit. Um schöne Momente zu konservieren. Oder aus meinen Fehlern zu lernen. Aber das Glück findet nicht in der Zukunft oder in der Vergangenheit statt. Nein, es findet jetzt statt. Heute. In dieser Minute. Aber das weißt du natürlich. Ich wollte dich nur noch einmal daran erinnern. Es gibt etwas, das das brutale Leben noch einfacher und netter macht. Wenn du die Dinge ein wenig spielerischer und mit mehr Humor betrachtest. Wenn du nicht alles so ernst nimmst. Aktiviere deinen Humor. Nicht deinen Sarkasmus oder Zynismus. Denn das ist die Sprache der Hoffnungslosigkeit. Ich meine Humor. Also das Lustige und Absurde in den Dingen zu finden, die man eigentlich nicht gut findet. Denn du kannst nicht gleichzeitig aus vollem Herzen lachen und Angst haben. Ja, Humor ist ein Schutzschild gegen die Dinge, an denen du ohnehin nichts ändern kannst. Das mit dem Humor ist natürlich schwieriger geworden. Weil es gefühlt immer mehr Empfindlichkeiten gibt. Was teilweise berechtigt ist. Was aber auch manchmal seltsame Blüten treibt. Ich muss auch nicht über alles laut Witze machen. Sonst wirst du vielleicht von den Moralaposteln eingekreist und zur Rechenschaft gezogen. Es reicht ja, wenn ich mir den Witz selbst erzähle und leise lächele. Es reicht, wenn ich die Welt durch die Brille des Humors betrachte. Und noch wichtiger ist, dass ich mich selbst nicht zu ernst nehme. Die besten und lustigsten Witze sind ohnehin die, wo ich über mich selbst lachen kann. Stoff genug gibt es ja bei jedem von uns. Einfach, weil wir alle so wunderbar fehlbare und oft unlogische Menschen sind. Humor kann eine wunderbare Lebenseinstellung sein. Die Dinge nicht zu ernst nehmen. Das Lustige in dem finden, was sich meiner Kontrolle entzieht. Aktiv gegen das Böse kämpfen ist natürlich immer besser. Aber wenn es klar ist, dass du keine Chance hast, dann ist darüber zu lachen vielleicht nicht die schlechteste Möglichkeit. Nimm die Dinge ernst, die dir wichtig sind und wo du etwas bewirken kannst. Und schau mit mehr Humor auf die anderen Dinge. Denn das ist der Weg, um in dieser verrückten Welt nicht durchzudrehen. Ich wünsch’ dir Seelenfrieden heute. Ralf Allerletzte Möglichkeit, dich anzumelden: Schreiben als Weg – das neue Programm von Ralf zeigt dir, wie du das Schreiben zu deinem verlässlichen und hilfreichen Begleiter und Coach machen kannst. |
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